Fersensporn

Der Fersensporn ist eine spornartige Knochenneubildung im Bereich des Fersenbeines. Im lateinischen wird das Fersenbein als Calkaneus bezeichnet. Schmerzen entstehen beim Fersensporn durch Druck und Zugbelastungen. Reizungen der Fußsohlensehnenplatte führt zu vermehrter Kalkanlagerung an den überlasteten Sehnenansätzen. Ein kleiner Sporn, nur wenige Millimeter lang, wird nur durch ein seitliches Röntgenbild erkennbar. Dieser ist oft gar nicht schmerzhaft und wird vorher in einer Routineuntersuchung diagnostiziert. 

Es gibt zwei Arten

1. Der seltenere „dorsale Fersensporn“, auch „kranialer Fersensporn“ genannt. Er liegt oberhalb der Ferse in Richtung Achillessehne. Eine Verdickung der Ferse, in der Medizin als Haglundferse bezeichnet kann zu schmerzhaften Reizzuständen führen. Dort bildet sich der Sporn am Ansatz der Achillessehne und kann zu Schleimbeutelentzündungen führen (Bursitis). 

2. Der häufiger vorkommende „plantare Fersensporn“ entsteht an der Unterseite des Fersenbeines. Direkt am Ansatz der Fußsohlensehnenplatte (lateinisch Plantarfaszie) kommt es zur Knochenneubildung. Dieser Sporn zeigt grundsätzlich in Richtung Zehen.

Wie entsteht ein Fersensporn? Ursachen und Symptome

Auslöser für den Knochenfortsatz in der Ferse ist in den meisten Fällen Überlastung, oder eine falsche Belastung des Fußes. Übergewicht oder eine zu hohe Belastung gerade beim Sport kommen als Ursache in Betracht. Generell wird der Fersensporn durch eine Abflachung im Längsgewölbe, dem Senkfuß, hervorgerufen. Deshalb ist ein Fersensporn auch altersbedingt möglich.

Kalk lagert sich am Sehnenansatz an. Damit soll mehr Stabilität erreicht werden. Die Fehlbelastung soll ausgeglichen werden. Reicht das nicht mehr aus oder wird der Fuß weiterhin zu stark belastet entzündet sich das Gewebe rund um den Fersensporn, kleine Mikrorisse entstehen. Ist die Plantarfaszie davon betroffen nennt man dies Plantarfaszietis. Jetzt können Sie sich sicher sein das sich ein Sporn gebildet hat. Ursache für die Schmerzen ist demnach nicht der knöcherne Auswuchs an sich, sondern die Entzündung drumherum. Sollten Sie weiterhin Schmerzen ignorieren und den Fuß weiterhin zu stark belasten, wächst der Sporn weiter an. Die Entzündungen werden stärker und chronisch.

Gerade nach dem Aufstehen treten die Schmerzen auf, lassen dann aber oft nach. Der Schmerz selbst wird als brennen und stechend beschrieben. Auch der direkte Druckschmerz unter der Ferse kann ein Anzeichen eines Fersenspornes sein. 

Was Sie vorbeugend tun können

1. Achten Sie auf Ihr Gewicht. Übergewichtige Menschen belasten Ihre Füße viel stärker als Normalgewichtige. Vermeiden Sie zu viele Kilos.

2. Achten Sie auf geeignete Schuhe. Zu kurze und zu enge Schuhe verteilen den Druck auf den Sehnen unter dem Fuß ungünstig. Harte Absätze ohne jegliche Dämpfung verursachen hohen Druck unter der Ferse. Gerade wenn Sie längere Strecken laufen möchten, sollten Ihre Schuhe gedämpft sein und ausreichend Platz bieten. 

3. Achten Sie auf starke Muskeln. Gerade bei Senkfüßen ist das Risiko erhöht einen Fersensporn zu bekommen. Die Sehnenplatte wird dauerhaft überdehnt und Muskelverkürzungen treten auf. Kennen Sie Ihre Fußform können Sie zum Beispiel durch regelmäßiges Barfußlaufen die Muskeln stärken. Gleichzeitig wird die Beweglichkeit im Vorfuß erhalten, vielleicht sogar erhöht. Das ist aber nur vorbeugend sinnvoll. 

4. Bewegung ist wichtig. Um die Füße gut zu durchbluten ist Bewegung wichtig. Zu langes Stehen bewirkt einen Stau in den Venen. Langes Stehen bedeutet ständig hohen Druck auf den Fußsohlen und damit eine hohe Zugbelastung auf der Plantarfaszie. 

5. Achten Sie auf die richtige Lauftechnik. Schmerzen in der Ferse kennen besonders ambitionierte Läufer. Eine Optimierung der Lauftechnik, stabilisierende Laufschuhe, ausreichende Erwärmung und auch das intensive Dehnen vor dem Start können da sehr hilfreich sein. 

Wie bekomme ich einen Fersensporn wieder los?

Solange die Verknöcherung keine Beschwerden macht, muss sie nicht behandelt werden. Bei einer Entzündung und damit verbunden Schmerzen gilt: Runter mit der Belastung! Tragen Sie bequeme Schuhe und gönnen Sie Ihren Füßen mehr Auszeiten um zu regenerieren. Reduzieren Sie den Trainingsumfang beim Sport!

Hier sind einige Therapiemöglichkeiten zur Auswahl:

Zur Heilung haben sich besonders Schuheinlagen bewährt. Diese bekommen an dem schmerzhaften Druckpunkt unterhalb der Fußsohle eine Mulde. Spezielles Material an der Ferse dämpft diese zusätzlich. Besonders wichtig ist die Abstützung des Längsgewölbes. Damit wird die Zugbelastung der Plantarfaszie verringert. Jetzt steht der Fuß nicht mehr so unter Stress und kann ausheilen. Auch in Hausschuhen sind Einlagen mit Fersenspornaussparungen zu empfehlen.

Wichtig für Sie zu wissen: Einlagen gehören zur Basisversorgung bei der Fersensporntherapie und können vom Arzt verordnet werden. Sie werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst.

Pufferabsätze, die in vorhandene Schuhe eingearbeitet werden, sind stoßdämpfend und reduzieren den Druck auf der Ferse. In ganz schweren Fällen, in denen die Entzündung einfach nicht abklingen will, kann die Nachtlagerungsorthese Pedisupport.dorsal eingesetzt werden. Sie verhindert die Spitzfußstellung des Fußes während der Nacht. Eine Verkürzung der Wadenmuskulatur wird so vermieden. Sollten Sie Ihren Fersensporn nicht los bekommen fragen Sie uns bitte nach dieser Orthese.

Medikamente gegen die Entzündung

Entzündungshemmende Medikamente können zusätzlich eingenommen werden. Da die Schmerzen vom entzündeten Gewebe herrühren ist das eine Möglichkeit die Schmerzen erträglicher zu machen. Eine dauerhafte Lösung ist das aber auf keinen Fall. Es sollte auch immer der Arzt über die Medikamenteneinnahme informiert werden und auch nur er sollte die Medikamente verschreiben.

Kälte oder Wärmetherapie

Anwendungen mit Eis können Schmerzen lindern. Entzündungen sollten auch eher mit Kälte behandelt werden. Achten Sie aber auch immer darauf das das Gewebe nicht geschädigt wird. Legen Sie das Eis nicht direkt auf die Haut. 

Um Verspannungen zu lösen funktioniert Wärme wiederum sehr gut. Gerade nachts kann die Sehne mit Hilfe von Socken warmgehalten werden. Viele Patienten schwören auch auf warme Fußbäder.

Physiotherapie

Krankengymnastik kann helfen Sehnen zu entspannen und geschmeidiger zu machen. Dabei wird die Plantarfaszie, die Wadenmuskulatur und die Achillessehne gestreckt. Verkrampfte Muskeln werden gelockert und Blockaden abgebaut. Ein ausgebildeter Krankengymnast kann Ihnen die besten Übungen geben. Sollten Sie keinen Krankengymnasten kennen, können wir weiterhelfen. Sprechen Sie uns bitte einfach an.

Operation

Es ist sehr anzuraten mit der konservativen Therapie zu beginnen. Erst wenn sich damit auf lange Zeit kein Erfolg einstellt sollte man sich auf einen operativen Eingriff einlassen. Chirurgisch entfernte Fersensporne wachsen nicht selten innerhalb kurzer Zeit einfach wieder nach. Schließlich ist die Ursache nicht bekämpft worden. Zudem ist eine Operation immer mit zusätzlichen Risiken verbunden. 

Heilungschancen bei Fersensporn

Beruhigend zu wissen: Bei über 95% der von einem Fersensporn betroffenen Menschen hilft die konservative Therapie. Die Kombination von Schuheinlagen und Krankengymnastik ist das erfolgreiche Therapiekonzept bei schmerzhaften Fersensporn.

Leider müssen Sie dazu ein wenig Geduld mitbringen, es geht nicht von heute auf morgen. In einigen Fällen kann es bis zu einem Jahr dauern bevor Sie komplett beschwerdefrei sind, aber es wird. Den betroffenen Fuß nicht zu schnell wieder zu belasten ist von großer Bedeutung. Daran sollten auch Sportler denken. Steigern Sie Ihr Training langsam und laufen Sie nicht Gefahr sich zu verletzen. Oftmals mutet man dem gesunden Fuß zu viel zu. Das Ergebnis: Ein Fersensporn am andren Fuß!

Fazit zum Fersensporn

Der Fersensporn – genauer die Entzündung um die Verknöcherung im Fuß kann sich zu einer sehr schmerzhaften Angelegenheit entwickeln. Je länger Sie warten und die Therapie hinauszögern, umso schlimmer wird es. 

Individuell gefertigte Einlagen vom Orthopädieschuhtechniker und Krankengymnastik sind die beste Wahl wenn es um die konservative Therapie geht. Einlagen verteilen den Druck der auf den Füßen lastet und sorgen für abklingende Schmerzen. Unser Team von ComfOrtho hilft Ihnen gerne weiter.

Was können wir für Sie tun?

  • Comfort Fersensporneinlage
  • Business Fersensporneinlage
  • Hausschuhe mit Fersensporneinlage
  • Fersensporneinlage für den Sport
  • Pufferabsätze
  • Nachtlagerungsorthese PediSupport.dorsal
  • Miniblackroll
  • Miniblackball

Das bedeutet nichts anderes, als dass der betroffene Patient versucht, den schmerzhaften Bereich am Fuß beim Laufen zu entlasten, etwa durch Mehrbelastung des Fuß-Außenbereichs oder des Vorfußes, was ebenfalls auf Dauer wieder zu einer Überlastung in diesen Be­reichen führt. Mit unseren Einlagen können wir gezielt den Schmerzpunkt entlasten und den Druck des Kör­pers gleichmäßig auf die anderen Bereiche des Fußes verteilen. Wichtig ist hierbei konsequentes Tragen der Einlagen, besonders im Akutzustand. Tabu hingegen ist Barfußlaufen auf harten Böden oder das Tragen von Schuhen mit hartem Korkfußbett, das die entzündete Stelle immer wieder reizt. Besser sind spezielle Haus­schuhe, die sich für Einlagen eignen.

Auch sog. Silikon-Fersenkissen, die Sie bei uns erhalten, können vorüber­gehend helfen. Wenn der Schmerz abklingt, sollte der Patient weiterhin orthopädische Einlagen tragen. Denn ein Fersensporn ist rezidivierend, das bedeutet er kann wiederkommen. Und die Ursache für diese Entzündung ist eine Absen­kung des Gewölbes im Fuß, die dauerhaft nur mit einer Einlage korrigiert werden kann.

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